Workshop: Kommissionieren, Kontrollieren, Packen

„Wissen ist gut, doch Können ist besser“ (Emanuel Geibel) – ganz nach diesem Grundsatz versuchen wir zu handeln. Daher haben wir mal wieder einen kleinen Workshop für alle Packer, Gelegenheitspacker und Interessierte in unserer Firma veranstaltet.

Wie genau wir Kommissionieren und Packen haben wir euch bereits in zwei anderen Artikeln beschrieben. Geändert hat sich in diesen Prozessen nicht viel. Lediglich das Prüfen der Artikel wird nun vom PC direkt übernommen – mehr dazu jedoch in einem anderen Artikel. Ziel unseres Workshops war es dieses Mal, zusammen mit acht Mitarbeitern konkret das Kommissionieren und das Verpacken großer und sperriger Pflanzen zu besprechen und zu üben. Hier konnten erfahrene Packer und packunerfahrene Mitarbeiter Ideen zur sicheren Verpackung austauschen. Da wir viele verschiedene Produkte verkaufen, die in der Verpackung unterschiedlich behandelt werden müssen, führen wir regelmäßg solche Workshops durch.  Dabei zeigte jeder Mitarbeiter seine Packtechnik, während die anderen zuschauen und konstruktive Kritik anbringen durften.

Unsere Werkzeuge zur sicheren Verpackung

Zum Packen zur Verfügung stehen uns an Material und Werkzeug Kartonagen verschiedener Größen, Schnur, selbst geschredderte Kartonmatten, Blumenpapier, Tacker, Elektrotacker, Cuttermesser, Kartonagentrenner und Klebeband. Diese sollten möglichst Effizient in der Benutzung, also mit größt möglichem Erfolg (in diesem Falle ist der Schutz der Kunstpflanzen gemeint) und kleinst möglicher Verschwendung benutzt werden. Denn wir wollen natürlich, dass eure Bestellungen unversehrt ankommen, aber versuchen dabei die Umwelt und unseren Geldbeutel nicht zu stark zu belasten. Neben dem geeigneten Karton und der gut gewählten Menge des Verpackungsmaterials muss bei großen Sendungen auf die Maximalmaße unserer verschiedenen Transportdienstleister geachtet werden – hier ist der Meterstab unser bester Freund. Unerwünschte Mehrkosten bei der späteren Abrechnung können so vermieden werden.

Lieber einmal zu viel gemessen, als zu viel bezahlt

Ihr wollt aber sicherlich auch etwas über den Workshop hören. Daher wollen wir euch unsere Überlegungen und Arbeitsschritte anhand eines schwieriger einzupackenden Artikels,  wie unsere Phönix-Palme (Art. 33730) vorstellen:

CAMILA ist eine kleine Herausforderung für unerfahrene Packer

Die Blattstümpfe der Kunstpalme bestehen aus Kunststoff und sind sehr scharfkantig, daher werden sie an dieser Stelle mit Kartonagentrenner umwickelt und verklebt. So werden Palme und Karton vor Beschädigung geschützt. Der Stamm besteht aus lackiertem und bemaltem Syropor und muss mit Papier umwickelt werden um Abrieb zu verhindern. Die bereits werkseitig vorhandene Folie um die Wedel wird  mit einem kleinen Tacker fixiert. Dies haben wir bei einem Wurfversuch herausgefunden, bei dem sich diese Folie verselbstständigt hat. Um sicherzugehen, dass die Dekoerde im Pflanztopf bleibt und um sie zu schützen, muss aus Packpapier eine Rolle gedreht, diese um den Stamm gewickelt und mit Klebeband fixiert werden. Passend für die 180 cm große Phönixpalme ist ein 200 cm langer Karton, der auf der am Kopfende mit überlappenden Kartonagenmatten gepolstert wird. Anschließend kann die Pflanze, mit dem Topf auf die gepolsterte Stelle, gelegt und mit einer Bindschnur über Kreuz befestigt werden. Diese ziehen wir durch zwei Löcher, die mit einer Schere mittig der Kartonhöhe gleichmäßig auf die Kartonbreite eingestochen werden. Dabei muss darauf geachtet werden, dass die Schnur nicht direkt mit dem Artikel in Berührung kommt (kann beim Transport sonst zu Spannung, Abrieb und Topfriss führen).

Beim Workshop erlaubt: Einer Arbeit, die anderen schauen zu
Wenn alles sicher eingepackt ist, kann das Paket verschlossen werden

Die Schnur sollte außen mit einem Stück Paketband verklebt werden, damit sich dort beim Transport nichts auf den Transportbändern der Dienstleister verheddern kann. Die restlichen freien Stellen im Versandkarton müssen nun punktuell mit Kartonagenmatten-Knäulen verfüllt werden. Mit dem Elektrotacker kann jetzt alle 50 cm an der Längstseite und je einmal an der Breitseite getackert und der Karton somit verschlossen werden.

Ganzschön Arbeit so eine sichere Verpackung, nicht wahr? 

Praxistest bestanden?

Jetzt könnte die Sendung auf den Paketwagen verladen werden – da dies aber ein Workshop war, schauen wir doch einmal, ob wir auch wirklich gut verpackt haben. Daher schmeißen wir das Paket einfach mal kurz durch’s Lager. Ein bisschen Spaß wollen wir schließich auch noch haben. Und? – Die Palme hat den Test überlebt und darf bis zu Ihren großen Tag erst einmal auf ihren Lagerplatz zurück. Wir haben auf jeden Fall viel gelernt und sind alle um eine paar Erfahrungen reicher. Der nächste Workshop kommt bestimmt!

Neben dem firmeninternen Erfahrungsaustausch würden wir uns freuen, falls Ihr vielleicht einmal Lust hättet und bei der Arbeit zuzuschauen und wir im Gegenzug eure Packmethoden betrachten dürfen. Die Zufriedenheit des Kunden steht im Vordergrund und um diese weiter aufrecht zu erhalten wäre ein firmenexterner Erfahrungsaustausch perfekt. Wenn ihr Lust habt, meldet euch doch einfach mal bei uns:

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