Weinbergswanderung in Erlabrunn – die Zweite

„Die Häckerstube im Weingut Otto Körber ist wieder eröffnet!“ Nachdem wir letztes Jahr schon nach einer Weinwanderung am Volkenberg dort einkehrten, ließen wir uns das natürlich nicht zweimal sagen. 

Jochen Körber in seinem Element

Jetzt mussten wir nur einen Termin zwischen dem 06. Mai 2017 und 28. Mai 2017 finden, an dem möglichst viele Mitarbeiter Zeit hatten und das Wetter passte. Auserkoren hatten wir schließlich den 27. Mai mit sonnigem Wetter und 27 Grad im Schatten. Immerhin 3 Grad weniger als letztes Mal. Natürlich „mussten“ wir uns unsere Brotzeit ersteinmal mit einer erneuten Weinbergswanderung erarbeiten – im Leben ist halt einfach nichts geschenkt. Da wir diesmal ein bisschen mehr von der Natur rund um Erlabrunn sehen wollten, entschieden wir uns für die dreistündige Führung: „Dem Siebener Geheimnis auf der Spur“. Dazu trafen wir uns mit Jochen Körber am Wanderparkplatz Bushaltestelle Volkenbergweg in Leinach.

Start der Wanderung an einem Oberleinacher Grenzstein
Dem Siebener Geheimnis auf der Spur

Schon am Start fanden wir den ersten Grenzstein, dessen richtige Lage  die sieben Feldgeschworenen einmal jährlich überprüfen. Genau unter solchen Marksteinen liegt auch Siebener-Geheimnis – aber pssst! Nach einem Begrüßungsweinchen sind wir  ein Stückchen durch den Schwarzkiefernwald zu, 7er Tisch gewandert um noch mehr über die Feldgeschworenen, ihre Tätigkeit und ihr Motto „Tue Recht – Fürchte Gott – Und Scheue Niemanden“ zu erfahren. Zu Viel wollen wir euch aber nicht verraten, da müsst ihr die Wanderung schon selbst erleben. Währen der ersten Stunde der Wanderung hatten wir immer einen schönen Blick auf Erlabrunn (das übrigens wie ein T aufgebaut ist), den Main und den Erlabrunner Badesee – manch Einer hat sich eventuell auch direkt an den See gewünscht. Aber mit kühlem Wein im Waldschatten ließen sich die Temperaturen auch aushalten und die schöne Aussicht hätte definitiv gefehlt.  

Halt am Erlabrunner Käppele
Winzige „Blüten“ des Weins und neue, junge Weinreben

Weiter ging es ein Stück auf dem fränkischen Marienweg zum Erlabrunner Käppele. Hier durfte jeder die Glocke läuten, den Schatten und kühlen Wein genießen, bis es weiter ging. Natürlich erfuhren wir hier auch wieder interessante Infos. Da es bei der Wanderung aber nicht nur um die Siebener und die Umgebung ging, war unser nächster Halt einer der vielen Weinstöcke. Wie ihr seht, ist jede Weinwanderung anders und immer wieder interessant. Letztes Jahr durften wir Weintrauben probieren und deren Grad Oechsle messen, dieses Jahr die Blüten des Weins und den Frostschaden von Ostern begutachten. Sogar ein neu angelegten Teil des Weinbergs, mit jungen Pflanzen bekamen wir zu Gesicht und Jochen erklärte uns, was es mit den weißen Röhren auf sich hatte.

Im Frühling und Sommer ist in Erlabrunn was los
Wer kann diesem Blick widerstehen?

Nach einem kurzen Stopp an einer Wiese mit Ziegen machten wir uns dann langsam auf den Weg ins Dorf Erlabrunn. Mittlerweile konnten wir nämlich wirklich etwas zu Essen vertragen – wir waren immerhin schon 2,5 Stunden unterwegs. Wie bereits letztes Mal berichtet, ist Erlabrunn ja ein Clematis-Dorf, in dem zum 800 jährigen Jubiläum 800 Clematis gepflanzt wurden. Diesmal konnten wir sie in voller Blüte bewundern. Jetzt aber ab in die Heckenwirtschaft. Hier ist an Getränken und Speisen, trotz kleiner Karte, für jeden etwas dabei – und wirklich alles schmeckt. Da letztes Jahr einige Mitarbeiter noch nicht auf dem Weingut waren, besichtigten wir erneut den Weinkeller in seiner vollen Pracht. Da geht jedem Weinliebhaber und Franken das Herz auf.

Weinkeller des Weinguts Otto Körber

 Eine Weinwanderung und Einkehr in die Häckerstube im Weingut Otto Körber ist auf jeden Fall eine Empfehlung von uns und einen Besuch wert!

 

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