Weinwanderung in Erlabrunn

Kurz bevor die Weinlese in Mainfranken beginnt und der Spätsommer sich noch von seiner besten Seite zeigt, dachten wir uns ein bisschen Bewegung wäre doch nicht schlecht. Und wie macht man sich Bewegung schmackhaft? Genau – mit ein paar Gläsern Wein!

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Dafür schien uns das Weingut Otto Körber in Erlabrunn die perfekte Anlaufstelle: Nicht zu weit von uns entfernt, wunderschöne Landschaft, leckerer Wein und bis 25.09 hat ihre Heckenwirtschaft noch offen. Heißt nach unserer 2-stündigen Wanderung können wir uns dort noch ordentlich stärken.

erlabrunn_dorf_wuerzburg-36Los ging es direkt vom Weingut durch das ca. 1600 Einwohner starke Dorf hin zu den Weinbergen auf dem Volkenberg. Erlabrunn wird zwar als Weindorf bezeichnet, hat aber weitaus mehr Botanik, als „nur“ Weintrauben zu bieten. Neben vielen Streuobstwiesen gibt es noch kleinere Anbauflächen mit Beeren und jede Menge Clematis, die den Ort verschönern. Davon gibt es sogar so viele, dass sie dem Dorf den Namen „Clematis-Dorf“ verliehen. Generell strotzt alles im und um das Dorf nur von Natur. In einem der Gärten, werden sogar Weinflaschen angebaut.

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Nach 5 Minuten Fußweg gab es endlich den ersten Wein der Wanderung. Unter einem großen, schattigen Baum schenkte uns Jochen Körber seinen selbst kreierten Wein „Jochen blanc“ ein. Während der gesamten Wanderung und unseren Weinpausen erzählte er uns interessante Fakten über die verschiedenen Weinsorten, Weine und die Umgebung. Zum Beispiel, dass es am Volkenberg neben Weinreben auch einen beachtlichen Schwarzkieferbestand gibt.

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bocksbeutel_weinflaschenMit dem Wetter hatten wir es richtig gut erwischt. Ein wunderschöner Spätsommertag. Allerdings waren wir bei über 30 Grad schon ein bisschen froh, wenn wir im Schatten gehen konnten. Als wir dann auf einer Bank direkt vor den Weinbergen saßen, wurden wir aber eh gleich wieder mit einem kühlen Glas Wein belohnt. So kann man einen heißen Tag auf jeden Fall geniessen. Diesmal gab es dazu sogar noch Weintrauben direkt von der Rebe.  Hier lernten wir auch noch ein bisschen über den Oechslegrad einer Weintraube und konnten den Zuckergehalt einer Traube selbst mit dem Refraktometer bestimmen.

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Nach 2 Stunden spazieren gehen in der schönen, Erlabrunner Umgebung und weiteren Weinpausen, ging es wieder zurück zum Weingut um uns nach der „anstrengenden“ Wanderung zu stärken.

weingut_fachwerkhaus_heckenwirtschaftZur Auswahl gab es unter anderem verschiedene Wurst- und Käseplatten, belegte Brote, Blaue Zipfel und Bratwurst. Dazu gibt es natürlich verschiedene eigene Weine zur Auswahl, aber auch nicht-alkoholische Erfrischungsgetränke. Nachdem wir uns gestärkt und die Sonne auf den Bauch scheinen haben lasse, ging es noch in den Weinkeller – das Herzstück des Gutes. Hier werden die Weintrauben gepresst und der Traubensaft zu Wein vergoren. In riesigen Edelstahltanks lagert und gärt der Wein, bis er in Flaschen abgefüllt wird.

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Falls ihr mal in der Gegend seid, empfehlen wir euch unbedingt einmal hier vorbei zu schauen, eventuell eine Weinwanderung mitmachen, aber euch auf jeden Fall ein, zwei Flaschen Wein mitzunehmen. Die Weinkarte findet ihr auch online auf der Seite des Weinguts Otto Körber. Wenn ihr nicht in der Gegend wohnt, oder nicht mal im Urlaub hier seid, müsst ihr aber nicht traurig sein: Den Wein könnt ihr natürlich auch bestellen und euch ganz einfach per Post liefern lassen.

wein_etikettiermaschine_weinkellerUns hat die Wanderung auf jeden Fall gut gefallen und der Wein geschmeckt. Unser „Wandertag“ war also ein voller Erfolg.