Topf sucht Kunstpflanze – Wie topfe ich richtig ein?

Uns erreichen oftmals Zuschriften von Kunden, die nicht so recht wissen, wie man die verschiedenen Pflanzen und Blumen richtig eintopft. Ziel des Eintopfens ist es normalerweise der künstlichen Pflanze optimalen Halt und Standsicherheit zu gewähren – doch wie geht das? Dazu wollen wir uns heute einmal mit diesem Thema beschäftigen und die zwei von uns angebotenen, verschiedenen Produkttypen ansehen. Außerdem nehmen wir diese mal etwas genauer unter die Lupe und schauen was man alles mit den verschiedenen Pflanzen anstellen kann.

Kunstpflanzen und Kunstblumen auf Steckstab eignen sich hervorragend für Blumenkästen und Blumentöpfe, sowohl im Innenbereich, als auch im Außenbereich. Durch den Steckstab ist es relativ einfach die Blumen beispielsweise in natürliche Erde einzupflanzen. Das Problem hierbei ist, dass sie dadurch kaum Halt haben und sollte man sich dazu entscheiden die Pflanze im Außenbereich anzubringen, kann es passieren, dass sie durch den Wind einfach aus dem Boden gerissen werden. Um dem jedoch vorzubeugen kann man an den Steckstab einfach einen Wickeldraht, den man auch zum Binden von Kränzen oder Blumensträußen benutzt, anbringen. Das andere Ende des Drahtes kann man dann zum Beispiel mit dem Blumenkasten fest an den kleinen Ausstülpungen am inneren Boden verbinden und so für mehr Standsicherheit sorgen.

Eine Ergänzung zu natürlicher Erde wäre sogenannter Steckschaum, also ein Ziegel aus Schaumstoff, den man einfach so zurechtschneiden kann, dass er in jeglichen Blumentopf, Blumenkasten, etc. hinein passt. Anschließend einfach die Pflanze mit dem Steckstab in die Steckmasse hineinschieben. Die Widerhaken am Ende des Stabs sorgen für einen besseren Halt und schützen die Pflanze größtenteils vor Wind. Bei stärkerem Wind kann es jedoch trotz der Widerhaken passieren, dass die Pflanze herausgerissen wird. Um  einen noch besseren Halt zu erzielen kann man hier auch wieder mit Wickeldraht arbeiten. Nach dem Hineinstecken der Pflanze in den Ziegel einfach am unteren Ende des Steckstabs den Draht anbringen und das andere Ende am Blumenkasten befestigen. Außerdem sollte man das Pflanzgefäß anschließend mit Steinen, Sand, Erde oder anderem schwererem Material auffüllen und das obere Drittel dann mit Deko-Elementen nach Lust und Laune bedecken, um optimalen Halt und Standfestigkeit zu erzielen.

kleine Tischdekoration in welliger Vase BEA, gefüllt mit Steckmasse, in die Narzissen, weiße Rosen und Magnolien, sowie ein Haselnusszweig gesteckt wurden
kleine Tischdekoration in welliger Vase BEA, gefüllt mit Steckmasse, in die Narzissen, weiße Rosen und Magnolien, sowie ein Haselnusszweig gesteckt wurden

Ähnlich wie mit der Steckmasse funktioniert es auch mit PU-Schaum, den man sowohl bei uns, als auch in jeglichem Baumarkt besorgen kann. Das gewünschte Pflanzgefäß sollte man dann zu ca. 2/3 mit dem Montageschaum auffüllen, diesen aushärten lassen und dann ganz einfach wie bei der Steckmasse die Kunstpflanzen hineinstecken. Alternativ könnt ihr eure Pflanze auch in den Schaum einfügen, während dieser flüssig ist. Dadurch kann man die Position der Pflanze perfekt beeinflussen und nachdem man sie für ein paar Minuten mit den Händen fixiert hat, sitzt sie nach dem Aushärten fest im Schaum. Die restlichen 1/3 des Gefäßes kann man dann nach Belieben mit Dekosteinen, Moos, Sand oder allen möglichen anderen Dekomaterialien auffüllen, damit man ein schönes Gesamterscheinungsbild erzielt.

Bei künstlichen Pflanzen bzw. Bäumen im Zement- oder Gipstopf sollte man hingegen anders vorgehen. Es ist vor Allem wichtig die Größe und das damit verbundene Gewicht eines Kunstbaumes so zu stabilisieren, dass der Untergrund den Baum halten kann und die ganze Konstruktion nicht umkippt. Dazu nimmt man am besten ein schweres Material wie Sand, Kieselsteine, o.ä. und füllt etwas in den gewünschten Pflanzkübel ein. Je nach der Größe des Übertopfs und der gewünschten Endhöhe des Baums im Topf sollte man mehr oder weniger Füllmaterial benutzen. Dann nimmt man den Baum oder die Pflanze und setzt diese auf den befüllten Grund und richtet ihn so, dass er mittig und gerade in dem Gefäß sitzt. Man muss hierbei darauf achten wie weit der Baum einsinkt und wie er am besten Halt findet, um am Ende das gewünschte Ergebnis zu erhalten. Um den Zementtopf herum und oben drauf sollte man dann weiter so viel von demselben Material benutzen, damit der Baum einen festen Halt bekommt und in der richtigen Position gehalten wird. Eine weitere Möglichkeit wäre aber zum Beispiel auch den Zementtopf nach dem Hineinstellen in einen leicht mit Sand gefüllten Topf mit großen Steinen zu fixieren und dann weiter mit Sand aufzufüllen. Das sorgt für besonders gute Standsicherheit. Sollte man vorhaben seine Kunstpflanze vor seinem Hotel, Bar, Restaurant, etc. zu platzieren, hat man auch die Option den kompletten Baum im Übertopf einzuzementieren, um ihn so vor eventuellem Diebstahl zu schützen. So ein schwerer eingetopfter Baum möchte nämlich erst einmal gehoben und einfach so mitgenommen werden. Das obere Drittel sollte man jedoch bei allen Varianten, falls gewünscht, freilassen, damit man hier seinen Dekoideen freien Lauf lassen kann. Ob nun mit Moos, Schiefersplitt, Kristallsteinen oder jeglichem anderen Dekomaterial; hier sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt.

Um eurer Phantasie vielleicht etwas auf die Sprünge zu helfen, haben wir uns selbst ein paar Gedanken gemacht und unsere Dekoideen umgesetzt. Die Ergebnisse unserer Arbeit könnt ihr in den folgenden Bildern bestaunen und wir wünschen euch selbst viel Spaß beim Eintopfen und Dekorieren eurer Kunstpflanzen.

Pflanzkübel Projekt für den Eingangsbereich: Eintopfen verschiedener Gräßer mit Blähton, Schotter und Dekokiesel
Eintopfen unseres Kunst-Kirschbaums mit Schotter und als Dekoration: Moos, verschiedene künstliche Grasbüschel und Kunstefeu
Neue Dekoration in unserem Eingangsbereich: verschiedene Kunstgräßer im Pflanzkübel und Kirsch-Hochstamm im Blumentopf
Neue Dekoration in unserem Eingangsbereich: verschiedene Kunstgräßer im Pflanzkübel und Kirsch-Hochstamm im Blumentopf